Eclatsconcerts – Saison IV
bridges – ponts
Hatten Sie schon öfters die
Gelegenheit Werke von Orlando di Lasso, John Dowland, Béla Bartók,
György Kurtág, Wolfgang Amadé Mozart und Harrison Birtwistle im selben
Konzertprogramm zu geniessen? Dies wird möglich dank dem Kuss Quartett,
einer jungen Berliner Formation die es liebt, das ‹grosse› Repertoir
mit weit entfernten Territorien in Dialog treten zu lassen.
éclats – sons – visions
Im zweiten Konzert der Saison steht
erstmals ein multimediales Projekt auf dem Programm. Videobilder des
Berliner Künstlers Lillevan treten in einen Dialog mit den brilliant
vorgetragenen Werken von Messiaen, Debussy, Cheung und Benjamin durch
den Pianisten des ‹Ensemble Modern›, Ueli Wiget.
Dialogue de l’ombre double
Nathalie Jeandupeux interpretiert
den ‹Dialogue de l’ombre double› für Klarinette und Live-Elektronik von
Pierre Boulez. Die Solistin ist umgeben vom Publikum und dieses
wiederum
von
sechs im Raum verteilten Lautsprechern. Sie dialogisiert mit ihrem
‹Doppel›, sprich mit sich selber in Form eines im Vorfeld aufgenommenen
‹Bandes›...
Das Werk enthält eine stark theatralische Komponente,
subtil unterstützt durch das Spiel mit Licht und Schatten, vom
Komponisten in einer grafischen Partitur bis ins kleinste Detail
ausnotiert.
Das Publikum sitzt
mitten im Geschehen. Die Virtuosität
der Klarinettenstimme, die räumliche Wirkung und die relative
Komplexität des Aufbaus machen dieses Werk einzigartig.
Drei Weltklassesolisten – Ernesto Molinari, Burkhard Stangl und Charly
Fischer – alle im Wiener Klangforum sowie in hochkarätigen Formation
von Barock bis Jazz und Rock tätig, werden in einem ‹Nachklang zum
Gehörten› Boulez’ streng durchkomponiertem Werk eine improvisierte bis
komponierte Gegenposition entgegenstellen.