Carolin Widmann

In München geboren, wurde Carolin Widmann bei Igor Ozim in Köln, bei Michèle Auclair in Boston und bei David Takeno in London ausgebildet. Sie erhielt einige wichtige Preise, unter anderem den Kulturförderpreis der Stadt München, sowie Preise bei dem Internationalen Violinwettbewerb „Georg Kulenkampff“ in Köln (1999) und dem Internationalen Jeunesses-Musicales-Wettbewerb in Belgrad (2001). Beim „Concours International Yehudi Menuhin“ in Boulogne-sur-Mer wurde ihr 1998 der ‚Prix du President’ von Yehudi Menuhin überreicht. Für ihre Bemühungen um die zeitgenössische Musik verlieh ihr 2004 die Forberg-Schneider-Stiftung den Belmont-Preis.

Carolin Widmann ist regelmäßiger Gast bei renommierten Festivals in Luzern, Schleswig-Holstein, Salzburg, Aspen, Banff, Davos und Bath, sowie beim Festival D'Automne in Paris, Musica Festival Strasbourg, bei den Berliner Festwochen, dem Holland Festival, dem Las Vegas Music Festival, dem Jerusalem Chamber Music Festival und dem Heidelberger Frühling, bei dem sie die künstlerische Leitung der Atelier-Konzerte im Jahre 2007 inne hatte.
Als Solistin konzertierte Carolin Widmann mit den Simfonieorchestern des WDR, NDR, SWR, HR, SR und BR, dem Gewandhaus-Orchester Leipzig, BBC Symphony Orchestra London, der Holländischen Radiophilharmonie, dem China Philharmonic Orchestra Peking, dem Orchestre de Philharmonique de Luxembourg und Orchestra di Santa Cecilia in Rom, unter Dirigenten wie Riccardo Chailly, Yehudi Menuhin, Peter Eötvös, Jonathan Nott, und Heinz Holliger.

Es ist Carolin Widmanns Anliegen, in ihren Programmen und Konzerten eine Brücke zwischen dem klassisch-romantischen Repertoire und der Musik der Moderne zu schlagen. So ist sie zwar eine gefragte Interpretin für Neue Musik - Komponisten wie Wolfgang Rihm, Matthias Pintscher, Jörg Widmann und Erkki-Sven Tüür schreiben Werke für sie, des Weiteren arbeitet sie mit György Kurtág, Pierre Boulez, George Benjamin und Salvatore Sciarrino zusammen. Aber genauso sehr fühlt sie sich dem traditionellen Violinrepertoire verbunden und verpflichtet.

In der Saison 2010/11 wird Carolin Widmann unter anderem mit Orchestre National de France (unter Marc Albrecht), dem Radio Sinfonieorchester Wien (unter Peter Eötvös), dem Konzerthaus Orchester Berlin (unter Peter Ruzicka), dem Berner Sinfonieorchester (unter Christoph Poppen) und dem WDR-Sinfonieorchester (unter Peter Rundel) konzertieren. Im September 2011 spielt sie weiter die Uraufführung des Violinkonzerts von Rebecca Saunders, mit dem BBC Symphony Orchestra unter der Leitung von Sylvain Cambreling, im Rahmen des Beethovenfestes.

Gemeinsam mit Salome Kammer und dem renommierten französischen Theaterregisseur Antoine Gindt hat Carolin Widmann eine szenische Fassung der Kafka-Fragmente von György Kurtág erarbeitet, die auch in der aktuellen Saison wieder aufgenommen wird, unter anderem in Athen, Salzburg und Paris. Bei der Zusammenarbeit mit der Camerata Bern trat sie erstmals als Solistin und Leiterin in Personalunion in Erscheinung, was in zukünftigen Projekten weiter ausgebaut werden soll.

Carolin Widmanns Debüt-CD „Reflections I“ wurde 2006 mit dem Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. Im September 2008 erschien ihre erste Platte bei ECM mit den Schumann-Sonaten, die sie zusammen mit Dénes Várjon eingespielt hat, und die von der Presse hoch gelobt wurde. Ihre im Herbst 2009 erschienene CD „Phantasy of Spring“ mit Werken von Feldmann, Zimmermann, Schönberg und Xenakis wurde mit dem diapason d’or und unlängst mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik 2010 in der Kategorie Kammermusik ausgezeichnet. Im Jahr 2011 wird ebenfalls bei ECM eine Aufnahme des Feldmann Violinkonzerts sowie eine CD mit Stücken von Franz Schubert erscheinen. Letztere wird sie im Oktober gemeinsam mit dem Pianisten Alexander Lonquich aufnehmen. Seit Oktober 2006 ist Carolin Widmann Professorin für Violine an der Hochschule für Musik und Theater Felix Mendelssohn-Bartholdy in Leipzig.

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